Aufregung

Tag 1-2

Nach einem ruhigen Flug nach Johannesburg und einer Nacht mit viel Schlaf, ging es gestern Richtung Botswanische Grenze. Nach knapp 220 km Fahrt sind wir im Marakele Nationalpark angekommen. Leider hat die Autoübergabe, unser Einkauf und die Anfahrt etwas länger als geplant gedauert, so dass wir passend zum Sonnenuntergang im Camp waren. 

Unser erster Abend unter einem Sternenhimmel mit Braai und das bei einer guten Temperatur von 28 Grad. Früh wollten wir ins Bett und doch auch hier hat alles länger gedauert. Es ist einfach krass wie langsam man ist, wenn es keine festen Abläufe gibt und auch noch nicht klar ist, wo was im Auto zu finden ist. Eigentlich war es auch egal, denn geschlafen haben wir tatsächlich recht wenig, denn wir hatten Sturm. Es fühlte sich oben im Zelt wie Seegang an. Hinzu kam, dass die Zeltwände immer mal wieder dem Wind nachgeben mussten. Es war spannend, irgendwie gemütlich und irgendwie auch nervig. Nun ja, wie eine erste Nacht in einer neuen Umgebung halt sein kann. 

Um 8:30 am morgen hatten wir dann endlich alles wieder verstaut, gefrühstückt und weiter ging unsere Reise Richtung Botswana. Knapp 400 km hatten wir uns für heute vorgenommen. Das Ganze verlief auch gut. Wir kamen um ca. 12 Uhr bei der Grenze an. Wow… Das waren krasse Bilder. ca. 2 km vor den Grenzkontrollen standen LKWs teilweise eine Reihe, manchmal 2 Reihen, an der anderen Straßenseite wurden Speisen und Getränke verkauft. Kein einziges Auto stand in der Schlange, also fuhren wir mal ganz dreist an alles vorbei. Reihten uns kurz vor den Südafrikansischen Grenzkontrollen hinter einen LKW ein, ohne zu wissen, ob dieses passte. Doch es passte. Wir kamen auf einem Parkparkplatz an, gingen in ein Haus und tatsächlich bekamen wir von einem sehr mürrischen Menschen unseren Stempel zum ausreisen. Weiter ging’s zur nächsten Stadtion, die so ähnlich hieß wie “kurzer Carcheck” aber uns wollte man nicht, man winkte uns weiter. Und schon standen wir im LKW Chaos. Nach kurzem Warten überquerten wir eine urige Brücke und das einreise Prozedere begann. Erst einmal mit einem Stück getränktem Karton, auf den wir uns stellen mussten, um unsere Schuhe zu desinfizieren. Dann fuhren wir mit dem Auto durch eine Senke um die reifen zu desinfizieren. Klingt hier gar nicht so schräg, doch die Art und Weise war nicht so geordnet wie wir uns das vorstellen. Grund übrigens: Maul und Klauen Seuche Prävention.

Nach der Desinfizierung, ging es wieder auf einen sehr vollen Parkplatz, LKW an LKW… Wir haben ja echt schon ein großes Auto, doch wir fühlten uns dort etwas klein. Wohin nur. Geradeaus ging es nicht weiter, also Rückwärtsgang und noch mal an allen rückwärts vorbei und eine an einer anderen Straße wieder vorwärts an allen vorbei. Jupi, 2 weitere Autos, 2 Häuser und das Gefühl an der Einreise von Botswana zu sein. Auto einfach geparkt, auch wenn es dort ein Halte- und Parkverbot gab, doch eine andere Möglichkeit gab es nicht. Und da dort eine Menschenschlange war, haben wir uns einfach mal eingereiht. Nach ca. 1 Minute wurden wir von 2 Touristen angesprochen, ob wir schon im weißen Haus, das neben uns gewesen wären. Fieber messen war angesagt, also wieder raus aus der Schlange und ab zum anderen Haus. Beide Fieberfrei, kleiner weißer Zettel einkassiert und wieder in die Schlange. Nach langem Warten waren wir dran und wir bekamen unseren Einreisestempel. Doch nun noch der Schalter – wir haben nichts zu verzollen und der Schalter für die Straßengebühr. Fertig…

Oder auch nicht… nach knapp 200 Metern eine weitere Kontrolle: “Ich wurde mir gerne einmal ihren Kühlschrank Inhalt anschauen..:” Also Auto wieder aus, Kühlschrank aufgeschlossen geöffnet. Beamter lächelt und freute sich über unsere Getränkeauswahl. Machte noch einen Witz und endlich waren wir soweit, dass wir die nächsten 90 km zum Einkaufen fahren konnten. Denn wir hatten ja nur Getränke bis hierhin, denn Mitnahmen von Lebensmitteln sind nicht so gerne gesehen. Außerdem fehlte uns auch noch die SIM Karte, was auch nicht sooo einfach war. Da haben wir auch ungefähr 30 Minuten gebraucht. Parallel dachte ich kann ich schon einmal Geld besorgen gehen, doch auch das war, nach einer kurzen Nacht nicht so einfach. Denn der erste Automat hat meine beiden Kreditkarten schön genommen, aber kein Geld ausgespuckt, der 2. wollte die Karten nicht, aber Rickys ging dann endlich. Endlich fertig nach 1,5 Stunden ging es zurück auf die Strasse – noch die letzten 90 km..