Das Leben ist eine Baustelle


Tag 2-3

Yes, angekommen im Khama Rhino Sanctuary, 16:45 Uhr, eine Stunde vor Sonnenuntergang haben wir unser Camp am Stellplatz 9 bezogen. Um uns herum Sand, Büsche und ein paar andere Camper, auch wieder mit Büschen und Sand drum herum. Feuer an, Huhn leider erst nach Einbruch der Dunkelheit drauf, es dauert einfach alles ziemlich lang. Kaum waren wir satt und zusammengepackt, hörten wir in der Entfernung Donner und Rumpeln. Als wir ankamen wurde uns schon gesagt: Heute kommt Regen und Donner – da haben wir kurz geguckt, aber dann auch das Camp bezogen – was sollen wir auch anderes machen. Jetzt aber kommen Donner, Blitze und Regen ganz schnell, also ab in den Camper. Drinnen ist uns aber auch nicht wirklich geheuer, also ziehen wir erst mal um in die Fahrerkabine und warten da ab, bis es besser wird. Die Camper um uns herum – viele Südafrikaner – lassen sich scheinbar gar nicht beirren, laufen vom Feuer zum Grill und von Grill zu ihren Zelten als wäre schönster Sonnenschein. Wir sitzen im Auto und denken: krasser Donner, kein Vergleich mit dem daheim. 

Ungefähr 20 Minuten später waren Donner und Blitze vorbei und wir haben es uns in unserem Dachzelt so gut es geht gemütlich gemacht. Dieses mal waren wir auch cleverer als in der ersten Nacht und hatten das Auto in Windrichtung N-NO ausgerichtet. Damit waren die Windböen zwar nicht leise, aber der Seegang hielt sich in Grenze und es wurde eine halbwegs ruhige Nacht. Für ein gemütliches Frühstück war es allerdings zu nass am nächsten Morgen: Regen und 15 Grad, also schnell Tee kochen, Sandwich schmieren, alles verpacken, mit dem Schnellspanner fürs Feuerholz kämpfen und dann auf auf einen kleinen Morgen-Game-Drive durch den Park: Immerhin vier Giraffen, zwei Spotted Dikkops (gut getarnte Vögel, im Sand kaum zu erkennen) und eine Familie Impalas! Pulver-Kaffee holen an der Camp-Bar, dann ab auf die Straße Richtung Nata.

Nach wenigen Kilometern merkten wir, dass unser Auto noch immer wie auf Sand fuhr. Also: Anhalten, Reifendruck prüfen, Prüfen, ob der H4 deaktiviert ist – aber: alles außer dem Reifendruck ok. Weiterfahren und immer noch etwas schwimmen…Der Kontakt mit Bushlore über WhatsApp klappt, solange man Netz hat, aber so fix findet sich keine Lösung. Also erst mal weiter auf der A4, dann der A1 Richtung nächste Stadt und warten, ob es einen Tipp von der Station gibt.

Angekommen in der Nata Lodge, Zelt aufegestellt, einmal in den Pool, Feuer an, endlich Abendessen und dann noch schnell den Blog hochladen.

Gute Nacht.

PS: Die Autogeschichte geht morgen weiter…aber immerhin haben wir am Morgen an der Straße einen Sendemast und 4G!