Tag 4-5
Wir liegen erschöpft, überglücklich, zufrieden, kaputt, aufgeregt – ich weiß gar nicht was in uns vorgeht. Es war ein sehr langer, intensiver und schöner Tag.
Wir sind um 4:55 aufgestanden und mit dem Guide vom Planet Baobab Camp zu den Erdmännchen und in die riesige Salzpfanne gefahren. Und wem ich erzählt habe Botswana ist so groß wie Belgien – falsch, die Salzpfannen sind so groß wie Belgien. Und Botswana ist ungefähr so groß wie Frankreich.
Die Erdmännchen muss man einfach beobachten. Das läßt sich schwer in Worte fassen. Wichtig zu wissen ist nur, dass die sich von uns nicht gestört gefühlt haben. Sie sind teilweise nur 5-10 cm von mir entfernt. 😉

Weiter ging es ins rießige Nichts. Es war einfach nur beeindruckend und macht wirklich Gänsehaut. Diese Fläche, die Farben, die Stille und überhaupt.



Doch damit heute nicht genug, bei uns stand auch noch ein Campwechsel an. Eigentlich kein Thema, 89 km. Wir sind durch den Makgadikgadi Nationalpark gefahren. Die Dame am Einlasstor meinte, wir brauchen 1,5 Stunden, nur Schotterpiste…. Wunderschön. Wunderschön stimmte, der Rest leider so gar nicht.
Wo fange ich an? Die Schotterpiste, was mit unserem Auto gar kein Problem ist, hörte nach ca. 50 km auf und wandelte sich in eine leichte Sandstraße. Heißt: 4×4 an. Soweit so gut. Doch irgendwann wurde der Sand tiefer und tiefer. Wir sind mehr oder weniger die andere Hälfte der Strecke das erste Mal durch Tiefsand gefahren. Was für ein Erlebnis! Dabei diese Ruhe, nur ab und an Strauße oder Elefanten. Mal ging es einen leichten Hügel hoch oder runter. Doch… leider sollten wir ja um 17 Uhr im Camp sein und die km nahmen einfach nicht ab. Jetzt weiß ich: im Sand einfach das Lenkrad loslassen, nicht lenken, das Auto macht das schon. Doch als Europäer, die das nie brauchten, kommt man natürlich auf viele Ideen, doch nur nicht darauf, ein “schwimmendes” Auto nicht zu lenken. Um die Spannung rauszunehmen, wir waren um 17:45 im Camp, der Farmer war die letzte Stunde mit uns per WhatsApp im Kontakt und so sind wir gut im Camp angekommen. Doch auch hier wäre es zu wenig Abenteuer gewesen, wenn es einfach nur ein Weiterfahren gegeben hätte.



Die Flussüberquerung – wir dachten, nach der Sandpiste könnte nichts Aufregenderes mehr kommen. Doch es kam unsere erste Wasserfahrt mit dem Auto auf einem Ponton. Das Auto wurde per Hand über einen recht breiten Fluss gezogen. Das Hoch- und Runterfahren auf Baumstämmen – einfach crazy, und es hat alles funktioniert.

Im Camp angekommen, haben wir eine fantastische Gruppe von Südafrikanern und die Besitzer beim Abendessen kennengelernt und viel Neues gelernt.
Wir werden nun wie dankbar und zufrieden wie Babys schlafen und schauen, was uns die Tage weiter erwartet. Mit so vielen Eindrücken an einem Tag hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Namibia und Südafrika waren ja schon aufregend und wunderhübsch, doch hier ist es noch mal so anders.
